Giardia llambia

Giardia llambia ist keine typische Mittelmeererkrankung, sondern tritt weltweit auf. Da die Krankheit bei Hunden aus schlechten Haltungsbedingungen öfters auftritt, ist sie auch häufiger bei Hunden aus Tierheimen und Tötungen zu finden.

Giardien sind einzellige Dünndarm- Parasiten, die weltweit in feuchtem Milieu, z.B. Wasserpfützen, Abwasser u.ä. zu finden sind. Die Giardiose ist eine weltweit verbreitete Erkrankung des Darmsystems.

Hunde infizieren sich, wenn sie verunreinigtes Wasser oder Nahrung zu sich nehmen oder mit dem infiziertem Kot eines erkrankten Hunden in Kontakt kommen.

Die Giardien überleben als sogenannte Zysten im Kot infizierter Hunde bis zu einer Woche, im Boden oder kaltem Wasser bis zu mehreren Wochen.

Symptome können sein:

  • starker, schleimig gelblicher, evtl. blutiger Durchfall, häufig im Wechsel mit normalem Stuhlgang
  • bisweilen Erbrechen
  • Gewichtsverlust
  • Juckreiz
  • Hautentzündungen
  • stumpfes Fell
  • Wachstumsstörungen

Ein Krankheitsausbruch tritt vor allem bei Welpen und geschwächten Hunden auf. Viele gesunde Hunde hier in Deutschland sind symptomlose Ausscheider – sie sind zwar infiziert, ohne erkrankt zu sein, sind aber auch ansteckungsfähig.

Durch mangelnde Hygiene im Umgang mit einem erkrankten Hund besteht für den Menschen sich zu infizieren. Das Händewaschen nach Kontakt zu Exkrementen ist daher eine der wichtigsten Regeln, die einzuhalten sind.

Die Behandlung erfolgt meist durch eine einmalige Gabe von Mitronidazol. Gelegentlich muss diese Behandlung wiederholt werden. Durch eine besondere Diät während der Behandlungsdauer kann die Heilung unterstützt werden.
Bitte fragen Sie einen Tierarzt, der mit der Behandlung Erfahrung hat.